Hilfe für Ostafrikas Kinder

Zwölf Millionen Menschen leiden in Ostafrika unter den Folgen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren. Felder vertrocknen, Viehherden verenden. Plan leistet Nothilfe in Äthiopien, Kenia und Südsudan. Täglich treffen weitere Flüchtlinge aus Somalia ein.


In Äthiopien sind rund 4,5 Millionen Menschen in acht Regionen auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Mehr als 112.000 Dürreopfer leben in den Camps Dolo Odo, Liben-Zone und Kobe an der Grenze zu Somalia, ein neues Camp entsteht in Halowein. Denn täglich kommen bis zu 2.000 weitere Flüchtlinge aus dem benachbarten Bürgerkriegsland. Meist sind es Mütter und Kinder, die auf der Suche nach Nahrung tagelang unterwegs waren und stark unterernährt sind.

 

Plan versorgt Kinder in Äthiopien
Plan leistet Nothilfe in den von der Dürre betroffenen Regionen Amhara, Oromia und SNNPR. In West Arsi in Oromia werden Mitarbeiter des Kinderhilfswerks vitaminreiche Nahrung an 5.870 Mädchen und Jungen verteilen. Wasser, Latrinen und Hygieneschulungen für rund 18.000 Menschen ergänzen die Hilfe. In der Region SNNPR, in dem das Programmgebiet Jimma liegt, versorgt Plan 3.400 Kinder mit Zusatznahrung. Saatgut, Nutztiere und Dünger werden an 1.300 Haushalte mit 5.000 Kindern gegeben. Zudem wird Plan an etwa 4.275 Kinder in Addis Abeba Schulmahlzeiten verteilen. Etliche Äthiopier suchen wegen der Trockenheit Zuflucht in ihrer Hauptstadt. Da erste Masernfälle aufgetreten sind und der Ausbruch von Cholera droht, haben sich Plan-Mitarbeiter in Sidama und Hawasa in Schulungen auf den Ernstfall vorbereitet.

 

Größtes Flüchtlingscamp in Kenia
Im Norden Kenias kämpfen nach dem Ausfall mehrerer Regenzeiten und Missernten 3,5 Millionen Menschen ums Überleben, ganze Viehherden sind verendet. Und die Lage verschärft sich: Mehr als 1.200 somalische Flüchtlinge strömen täglich in das weltgrößte Flüchtlingscamp Dadaab, wo bereits 350.000 Menschen leben – 80 Prozent der Campbewohner sind Frauen und Kinder. Wegen des Nahrungsmangels sind die Lebensmittelpreise extrem gestiegen. 90 Kilogramm Mais müssen derzeit mit drei Ziegen bezahlt werden. Immer mehr unterernährte Kinder erkranken an Lungenentzündungen. Um Wasser zu bekommen, gehen sie weite Wege und schöpfen auch in kalten Nächten.

 

Soforthilfe in Schulen und Gesundheitszentren
Plan unterstützt Dürreopfer in den Regionen Tharaka, Machakos, Kilifi und Kwale, in denen das Kinderhilfswerk auch regulär tätig ist. Ein Einsatz in Samburu und Kitui wird vorbereitet. Die Soforthilfe beinhaltet die Versorgung bzw. Aufbereitung von Wasser, Ausgabe von Medikamenten, vitaminreicher Nahrung und allgemeiner Hilfsgüter sowie Hygieneaufklärung. Darüber hinaus werden an 414 Schulen Mahlzeiten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonal verteilt. In den nächsten Monaten werden rund 262.000 Kinder – 70.000 von ihnen unter fünf Jahren - mit Lebensmitteln und Trinkwasser versorgt.

 

Notlage im jüngsten Staat der Welt
In Ost-Äquatoria und Jonglei im Osten der neu gegründeten Republik Südsudan leiden etwa 40 Prozent der Familien unter der großer Trockenheit und Ernteausfällen. Nun kämpfen die Bewohner der beiden Bundesstaaten zudem mit Wassermassen, die von den Bergen Ost-Äquatorias und des benachbarten Äthiopiens abfließen. Die herabstürzenden Fluten verschlimmern die Situation der Südsudanesen in den grenznahen Gebieten. Das Wasser kann von den völlig ausgetrockneten Böden nicht aufgenommen werden und zerstört die Nutzpflanzen.

 

Plan hilft Dürreopfern im Südsudan
Plan ist seit 2006 im Süden Sudans tätig und engagiert sich vor allem im Bildungswesen und der Integration der zahlreichen Rückkehrer aus dem Norden. Obwohl die beiden Programmgebiete des Kinderhilfswerks nicht betroffen sind, versorgt das lokale Team mit dem Welternährungsprogramm rund 36.000 Kinder an 76 Schulen in Ost-Äquatoria mit Mahlzeiten. Wasser- und Hygieneprojekte sowie Einkommen schaffende Maßnahmen wie die Ausgabe von Saatgut, dürreresistenten Pflanzen und Dünger sind in Planung.

 

Ausweitung der Hilfe nötig
Die Nahrungsmittelkrise in allen drei Partnerländern von Plan könnte sich in den nächsten Monaten verschlimmern, da die Ernten im Herbst und Winter wegen fehlender Niederschläge gering ausfallen werden. Die Vereinten Nationen haben die Lage im Süden Somalias offiziell zur Hungersnot erklärt und zu einem internationalen Ministertreffen am 25. Juli in Rom eingeladen. Plan begrüßt diese UN-Initiative und fordert die Bundesregierung auf, die Unterstützung auszuweiten. Deutschland hat für die Hilfe in Ostafrika bisher 8,5 Millionen US-Dollar und die Europäische Union rund acht Millionen Dollar zugesagt.

 

Plan bittet um Spenden für seine Hilfe in Ostafrika: 

 
 
Plan International Deutschland e.V.
Konto: 0001623207
Postbank, BLZ 200 100 20
Stichwort: "
Dürre Ostafrika


 
Oder spenden Sie ganz einfach 
online.*

 

 

Dürre Ostafrika: Plan hilft über 1,5 Millionen Kindern und Müttern

Kinderhilfswerk leistet Soforthilfe in Äthiopien, Kenia und Südsudan 

  

 Hamburg,  27. Juli 2011  – Am heutigen Mittwoch veranstaltet die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in Nairobi eine internationale Geberkonferenz zur Dürre in Ostafrika. Es sollenbis zu 1,1 Milliarden Euro für die Hungernden gesammelt werden. Plan hofft nach der Krisensitzung in Rom auf konkrete Zusagen. Das Kinderhilfswerk unterstützt in den kommenden Monaten mehr als1,5 Millionen Kinder und Mütter in Kenia, Äthiopien und Südsudan mit Wasser, Medikamenten und vitaminreicher Nahrung. Auch Saatgut, Nutztiere und Dünger werden an Familien verteilt.

 

Gezahegn Kebede, Plan-Regionalleiter in Nairobi, warnt: „Auch außerhalb der Flüchtlingscamps herrscht Not. Viele Kinder in ländlichen Gebieten werden sterben, wenn wir nicht schnell etwas unternehmen. Im Norden Kenias ist jedes dritte Kind unterernährt, viele Mädchen und Jungen leiden an Infektionen wie Masern oder Lungenentzündungen. In den kalten Nächten hüten sie die verbliebenen Tiere, auf der Suche nach Wasser gehen sie oft 20 Kilometer oder mehr. Deshalb weitet Plan seine Nothilfe in Kenia auf Bezirke wie Samburu und Kitui aus, in denen bisher keine Organisation tätig ist. Wir unterstützen Gesundheitszentren und Schulen, wo die Kleinen und ihre Mütter etwas zu essen erhalten und schnell medizinisch versorgt werden.“

 

Plan bittet um Spenden für seine Hilfe in Ostafrika:

 

 Plan International Deutschland e.V.

 Konto: 0001623207

Postbank, BLZ 200 100 20

Stichwort: "Dürre Ostafrika"

 

Die Nahrungsmittelkrise in allen drei Ländern könnte sich in den nächsten Monaten verschlimmern, falls kein Regen fällt und die Ernten gering ausfallen. Plan engagiert sich seit Jahren in Äthiopien und Kenia sehr erfolgreich mit Entwicklungsprogrammen, Südsudan ist das jüngste Partnerland des Kinderhilfswerks. In den drei Nationen bestehen enge Kontakte zu lokalen Organisationen und Behörden, was die Hilfseinsätze entscheidend erleichtert.

 

Interviewpartner wie Gezahegn Kebede, Plan-Regionalleiter in Nairobi sowie David Throp, Plan-Länderdirektor in Äthiopien, werden gern vermittelt.

 

 

Plan versorgt hungernde Familien in Ostafrika

Kinderhilfswerk leistet humanitäre Hilfe in Äthiopien, Kenia und Südsudan 

  

 Hamburg,  12 . Juli 2011  – Nach dem Ausfall zweier Regenzeiten herrscht am Horn von Afrika die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Rund zwei Millionen Mädchen und Jungen unter fünf Jahren sind vom Hungertod bedroht. Plan leistet Soforthilfe in Äthiopien und bereitet Einsätze in Kenia und Südsudan vor.

 

In Äthiopien sind allein 4,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Plan hat im Süden des ostafrikanischen Landes ein Soforthilfe-Programm gestartet - zusätzlich zu seinen regulären Entwicklungsprogrammen, mit denen die Organisation jährlich rund 700.000 Menschen erreicht.

 

David Throp, Plan-Länderdirektor in Addis Abeba, ruft zu Spenden auf: „In den letzten zwei Jahren hat es in Äthiopien praktisch nicht geregnet. Und selbst wenn es bald Niederschläge geben sollte, werden die Ernten miserabel sein. Im Süden des Landes, wohin auch viele Somalier wegen der Dürre und bewaffneten Konflikte in ihrer Heimat geflohen sind, leiden besonders Kleinkinder und stillende Mütter unter der Hungersnot. Ihnen gilt das Hauptaugenmerk bei Plans Nothilfe.“

 

Plan bittet um Spenden für seinen Nothilfe-Fonds:

 

Plan International Deutschland e.V.

Konto: 0612 812 020

Deutsche Bank, BLZ 200 700 00

Stichwort: „Dürre Ostafrika“

 

Plan wird im Süden Äthiopiens Trinkwasser, Lebensmittel, Saatgut, Nutztiere und Dünger an bedürftige Familien verteilen. Im äthiopischen Bundesstaat SNNPR hat das lokale Plan-Team bereits 3.400 Kinder mit vitaminreicher Nahrung versorgt. Damit von der Hungersnot betroffene Mädchen und Jungen weiterhin am Unterricht teilnehmen, geben Mitarbeiter des Kinderhilfswerks Schulmahlzeiten aus. Auch 4.275 Kinder in der Hauptstadt Addis Abeba, wo etliche Äthiopier wegen der Trockenheit Zuflucht gesucht haben, erhielten in ihren Schulen zu essen.

 

Interviewpartner wie David Throp, Plan-Länderdirektor in Äthiopien, werden gern vermittelt.