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Haiti braucht Sicherheit, Schulen und Arbeit

Kinderhilfswerk rechnet mit mehreren Jahren Wiederaufbau

Hamburg, 11. Januar 2011 – Haiti steht ein Jahr nach dem Erdbeben vor gewaltigen  Herausforderungen. Für eine bessere Zukunft des Landes,  brauchen die jungen Menschen Sicherheit, Schulen und Arbeit, fordert das Kinderhilfswerk Plan. Voraussetzung sind eine zügige Regierungsbildung und stabile politische Verhältnisse. Neben der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am Wiederaufbau setzt sich Plan vor allem für die Geburtenregistrierung ein.

Nigel Chapman, Geschäftsführer von Plan International: “Trotz der immer noch großen Not in Haiti, sind die Erfolge von Plan deutlich sichtbar. Um den Wiederaufbau voranzubringen, benötigen wir jedochhandlungsfähige Ansprechpartner. Der Mangel an Bauland und fehlende Bauvorschriften für erdbeben- und hurrikansichere Gebäude behindern unsere Bemühungen. Um den Kinderhandel sowie andere Verletzungen der Kinderrechte zu stoppen, bedarf es dringend eines funktionierenden Systems zur Geburtenregistrierung.“

Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan Deutschland, ergänzt: “Kinder und Jugendliche müssen am Wiederaubau Haitis beteiligt werden. Sie wissen sehr genau, was für ihre Zukunft wichtig ist. So ergab einelandesweite Plan-Umfrage unter 14- bis 19-Jährigen, dass für sie der Schulbesuch oberste Priorität hat. Bildung ist unser Schwerpunkt. Plan unterstützt das Erziehungsministerium maßgeblich beim Wiederaufbaudes Schulwesens und hat bereits 152 Klassenräume errichtet sowie rund 1.000 Schulungen realisiert. Sich von einer derart verheerenden Katastrophe zu erholen, ist nicht einfach und erfordert Zeit und Ressourcen.Das war in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ähnlich.“

Plan leistet Erdbeben-Hilfe in der Hauptstadtregion rund um Croix-des-Bouquets und in Jacmel. In Deutschland nahm das Kinderhilfswerk dafür Spenden in Höhe von 5,3 Millionen Euro ein. Dank der Hilfe können 30.000 Mädchen und Jungen wieder zur Schule gehen, über 27.000 Haitianer wurden medizinisch versorgt. In Notunterkünften richtete Plan 30 kinderfreundliche Bereiche ein, in denen rund 11.000 Mädchen und Jungen betreut und vor Kinderhandel und Missbrauch geschützt wurden. Seit Mitte Oktober engagiert sich Plan in der Cholerabekämpfung und hat bisher weit mehr als 100.000 Haitianer aufgeklärt, mit sauberem Wasser, Hygieneartikeln und Medikamenten versorgt.

 

 

Zahl der Cholera-Fälle in Haiti steigt rasend

Kinderhilfswerk bekämpft die Ausbreitung auch in ländlichen Gemeinden
Hamburg, 15. November 2010 – Plan International rechnet mit deutlich mehr Cholerakranken in Haiti als offiziell angegeben und warnt davor, die Hilfe für die Menschen in den ländlichen Gebieten zu vernachlässigen. Jim Emerson, Länderdirektor von Plan in Haiti: “Die Cholera breitet sich nicht nur in Artibonite und der Hauptstadt aus. Drei Viertel aller Haitianer leben in ländlichen Gebieten. Dort gibt es kaum medizinische Einrichtungen, die Wege zu Krankhäusern und Ärzten sind weit.“
Das Kinderhilfswerk Plan bekämpft die Seuche in acht Notunterkünften der Hauptstadtregien und seinen zehn Programmgebieten landesweit.

Plan-Länderdirektor Jim Emerson: „Unsere Mitarbeiter in Haiti versorgen die Bewohner von über 100 ländlichen Gemeinden mit Medikamenten und lebenswichtigen Salzen, Tabletten zur Wasseraufbereitung und Hygieneartikeln. Sie klären sie über die Symptome der Cholera und lebensrettende Sofortmaßnahmen auf. Kranke werden in speziellen Behandlungszentren versorgt.“
In Haiti infizieren sich immer mehr Menschen mit der Cholera. Laut örtlichem Gesundheitsministerium erkrankten bereits 14.642 Menschen in fünf Provinzen an der bakteriellen Infektion. Jim Emerson, Plan-Länderdirektor in Haiti: „Sorge macht uns die zunehmende Zahl der Leichen, die auf der Straße verwesen. Sie sind Ansteckungsherde für die vielen Menschen, die in Haiti auch zehn Monate nach dem Beben noch in einer prekären Situation leben. Plan wie andere Hilfsorganisationen setzen alles daran, dass sich die Seuche im Karibikstaat nicht weiter ausbreitet.“


Plans Spendenkonto für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Haiti:
Plan International Deutschland e.V.
Postbank Hamburg
Konto-Nr. 0001623207
Bankleitzahl 20010020
Stichwort „Haiti / Katastrophenhilfe“


Plan ist seit 1973 in Haiti tätig und leistete als erste Organisation Soforthilfe in den Gebieten Jacmel und der Hauptstadtregion rund um Croix-des-Bouquets. Trinkwasser und Nahrung, Zelte, Decken und andere dringend benötigte Hilfsgüter wurden umgehend von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort verteilt, Latrinen gebaut und Hygieneschulungen durchgeführt. Schwerpunkte der humanitären Hilfe von Plan sind der Kinderschutz und der Wiederaufbau des Bildungswesens.

Plan bekämpft Cholera in Haiti

Kinderhilfswerk  trifft Vorsorge für Mädchen und Jungen in Notunterkünften 

 Hamburg, 25. Oktober 2010 – Auf den Cholera-Ausbruch in Haiti reagiert das Kinderhilfswerk Plan mit speziellen Hygieneschulungen. Mitarbeiter sind umgehend in Notunterkünfte und Partnergemeinden der zehn Programmgebiete geschickt worden und klären die Bevölkerung über die Symptome der Krankheit und Hygiene-Standards auf. Um gegen den aggressiven Erreger gerüstet zu sein, richtet Plan Cholera-Behandlungszentren ein. Außerdem werden Hilfspakete mit Seife, Tabletten zur Wasseraufbereitung und Medikamenten verteilt.

 

Wir sind sehr besorgt über die Geschwindigkeit, mit der sich die Cholera in Haiti ausbreitet“, sagt Kristie van de Wetering, Plan-Mitarbeiterin in Port-au-Prince. „Die Epidemie gefährdet vor allem die Kinder, die nach dem Erdbeben besonders verwundbar sind. Darum setzt Plan alles daran, dass Betroffene schnell behandelt und mit Trinkwasser versorgt werden. In Croix-des-Bouquets und Jacmel haben wir Ad hoc-Komitees eingerichtet, die in den Notunterkünften nun besonders auf die Hygiene achten und die Bewohner erneut aufklären. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie sich über verunreinigtes Wasser anstecken. Den letzten Cholera-Ausbruch in Haiti hatten wir 1960.“

 

Die Cholera-Epidemie in Haiti breitet sich weiter aus. 253 Menschen sind nach UN-Angaben bisher an der Krankheit gestorben, 3.015 Personen werden medizinisch betreut. Der haitianische Gesundheitsminister Alex Larsen bezeichnet den Erreger der Cholera in Haiti als besonders aggressiv, da die Durchfallerkrankung innerhalb von nur wenigen Stunden durch Dehydrierung zum Tode führen kann. Die bakterielle Infektion, die durch den Kontakt mit Exkrementen oder verunreinigtes Wasser übertragen wird, brach in der Region des Flusses Artibonite nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince aus.

 

Plans Spendenkonto für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Haiti:

Plan International Deutschland e.V.

Postbank Hamburg

Konto-Nr. 0001623207

Bankleitzahl 20010020

Stichwort „Haiti / Katastrophenhilfe“

 

Plan-Mitarbeiterin Kristie van de Wetering in Haiti steht gern für Interviews zur Verfügung.

HAITI ERDBEBEN *Erdbeben der Stärke 7,0 verwüstet .........."